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KUNST / KULTUR

LUZ INFINITA, ‚Unendliches Licht‘ von kubanischen Künstlern auf Leinwand gebracht

LUZ INFINITA – Unendliches Licht, identifiziert das kubanische in der bildenden Kunst des 21. Jahrhunderts und gilt als kreativer Ursprung des Oeuvres vier international bekannter Künstler: Jose Antonio Rodriguez Fuster, Zaida del Rio, Choco und Arian Irsula Lopez. Berühmte Arbeiten und selten gezeigte Werke dieser Maler, Grafiker, Bildhauer sowie Fotografen gestalteten den sinnlichen und phantasievollen Mittelpunkt dieser exklusiven Ausstellungseröffnung in der Galerie Auto & ART.

Mehr als 200 geladene Gäste waren der gemeinsamen Einladung der Vereinigung der Wirtschaftskonsuln (VWK) in Berlin-Brandenburg e.V. und der Botschaft der Republik Kuba zur festlichen Vernissage LUZ INFINITA gefolgt. Zu den Gästen gehörten hochrangige Vertreter des Diplomatischen Korps sowie zahlreiche Berliner Prominenz aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur.

Offizieller Höhepunkt der Veranstaltung bildete eine festliche Ansprache der Botschafterin Juana Martinez Gonzalez, in der sie das künstlerische Schaffen der Republik Kuba und der Protagonisten der aktuellen Vernissage würdigte. Im Anschluss beehrte sich der Präsident der VWK, Herr Jürgen Form, zum traditionellen Empfang der Firmengruppe Form einzuladen.

Die darauf folgenden Highlights konnten es aber durchaus mit dem offiziellen Teil aufnehmen: kubanische Mojito-Cocktails und Zigarren in der Lounge waren so ganz nach dem Geschmack der kunstinteressierten Besucher – und nicht zu vergessen die mehr als ansehnliche Kunst.

José Antonio Rodríguez Fuster ist 76 Jahre alt und kommt von einer Arbeiterfamilie. Anfang der 1960er Jahre profitierte er von einer nationalen Alphabetisierungs-Kampagne und konnte somit wenig später in Havanna sein Kunststudium starten. Eine der wichtigsten Avantgarde-Künstlerinnen Kubas ist Zaida del Río, die auf der Vernissage nicht persönlich anwesend sein konnte, aber sich per Video-Gruß den Besuchern vorstellte. Arián Irsula ist der jüngste der ausgestellten Künstler, er teilt seinen Wohnort zwischen Berlin und Havanna. Trotz seiner erst 38 Lebensjahre hat er es geschafft, Werke von sich in der Sammlung des Museums der Revolution in Havanna und des Museums für Gegenwartskunst in Wien sowie in verschiedenen privaten Sammlungen in mehr als 20 Ländern zu platzieren.

Neben der Botschafterin der Republik Kuba, I.E. Frau Juana Martinez Gonzales, konnte der Präsident der VWK, Jürgen Form, weiterhin begrüßen: I.E. Frau Aishath Shaan Shakir, Botschafterin der Malediven, I.E. Tatiana Daniela García Silva, Botschafterin der Republik Nicaragua, Geschäftsträgerin Frau Deniese Sealey, Botschaft der Republik Jamaica, Gesandter Dr. Alejandro Rivera Becerra, Botschaft der Republik Mexiko, Botschaftsrat Kyaw Htin Lin, Botschaft der Republik Myanmar, Botschaftsrat Dr. Chu Tan Duc, Botschaft der Republik Vietnam, Botschaftsrätin Frau Ivet López, Botschaft der Republik Kuba, Botschaftsrat Herr Orlando Ramos, Botschaft der Republik Kuba sowie ein Vertreter der Botschaft der Republik Boliviens.

LUZ INFINITA

Auto & ART

Nachtalbenweg 61

13088 Berlin-Weißensee

Ausstellung läuft noch bis 20. Januar 2023

Öffnungszeiten:

Mo – Fr 10 bis 18 Uhr

Sa 10 bis 14 Uhr

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FOOD

Ein Schlaraffenland für Genießer: Die Berlin Food Week startet wieder

Gourmets zieht es erneut in die deutsche Hauptstadt, denn dort findet vom 10. bis zum 16. Oktober bereits zum neunten Mal die Berlin Food Week statt. Unter der Devise „ein neuer Mainstream“ wollen die Veranstalter und Aussteller des Festivals zu einem zugleich ressourcenschonenden als auch genussvollen Umgang mit der Ernährung anregen. “Wir glauben fest an den Ernährungswandel durch Genuss. Denn nie war die Kreativität in den Küchen und die Auswahl nachhaltiger Produkte höher. Immer mehr Menschen entwickeln ein Bewusstsein dafür, dass unsere individuelle Ernährungsweise etwas verändern kann“, erklärt Alexandra Laubrinus, die Geschäftsführerin der Berlin Food Week.

Kulinarische Abwechslung aus dem Partnerland

Frischen gastronomischen Wind bringt Österreich, unser südlicher Nachbar und Länderpartner der Food Week Berlin, mit. Von Alpenkaviar bis Ziegencamembert bringen die Gastronomen von dort einen ganz einzigartigen Geschmack mit. Das Restaurant Der Weinlobbyist bietet etwa die ganze Woche lang Alpensushi an. Inhaber und Sommelier Serhat Aktas lädt am Montag, den 10.10., das Team von SeeSushi aus dem Hotel Bergrose am Wolfgangsee im Salzburgerland in Berlin zu einem Dinner ein. In der Miele Cooking School begrüßen Restaurantleiterin Larissa Andres und Küchenchef Jonathan Wittenbrink vom veganen Wiener Restaurant JOLA Food-Interessierte und Feinschmecker zu einem Workshop. Ein weiterer Kurs findet dort am 14.10. im Rahmen der langen Nacht des Kochens mit der Figlmüller Schnitzelakademie aus der österreichischen Hauptstadt und pflanzenbasiertes „Fleisch” von Planted statt. Hier können Hobbyköche Tricks von den Profis lernen und sich wertvolle Tipps holen.

Innovative Speisen findet in zahlreichen Städten den Weg auf die Speisekarte

Das erfahrungsgemäß besucherstärkste Event ist das House of Food, der Marktplatz für handwerklich arbeitende Manufakturen und Start-Ups, in der Concept Shopping Mall Bikini Berlin. Dort präsentieren rund 40 Ausstellende sich und ihre Produkte. Das diesjährige Stadtmenü steht unter dem Motto „vom Rinde verweht“ und gibt damit schon einen Hinweis auf einen sich abzeichnenden Trend der Food-Branche: Beim dazugehörigen Restaurant-Happening servieren Lokale Gerichte, in denen alternative Proteinquellen sowie Fleischersatzprodukte – auch New Meat genannt – verwendet werden. Kooperationspartner hierbei ist das israelische Unternehmen Redefine Meat. Im Orania Restaurant wird etwa Carpaccio von Wildpilzen mit Enokipilzen und Shizo als Vorspeise und Redefine-Meat-Flanksteak mit Rosenkohl und Johannisbeeren als Hauptgang serviert. Das Schmidt Z & KO bietet seinen Gästen zum Stadtmenü Kürbis, Burrata, Tomate sowie Rosenkohl, Cashewnuss und Zwiebeln an. An der Restaurantwoche beteiligen sich auch Lokale in weiteren deutschen Städten wie Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart.

Weitere Informationen und Locations finden Sie unter

Berlin Food Week

Hauptpartner ist 

Redefine Meat

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KUNST / KULTUR

Das „Festival of Lights“ ist mit neuem Konzept zurück

Das Thema Energie ist im Moment in aller Munde. In Berlin steht sie im Oktober in Form von Licht im Mittelpunkt. Bereits zum 18. Mal präsentieren sich die Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt vom 07. bis zum 16.10. in einem besonderen Glanz. Um der aktuellen Situation und den Diskussionen Rechnung zu tragen, setzten die Organisatoren des Events in diesem Jahr auf eine innovative Herangehensweise: Der Stromverbrauch soll um 75% reduziert werden und vollständig aus erneuerbaren Energien gespeist werden.

Nachhaltigkeit hat einen hohen Stellenwert

Das Ziel des niedrigen Energiebedarfs soll durch eine reduzierte Zahl der Standorte, eine täglich um eine Stunde verringerte Festivaldauer und den Einsatz besonders energiesparender Technik erreicht werden. Bei der diesjährigen „New Edition“ des Festivals, die unter dem Motto „Vision of our Future“ steht, liegt der Fokus klar auf der Nachhaltigkeit. So können die Besucher das Spektakel, das weiterhin kostenlos ist, trotz Umweltbewusstsein bestaunen und genießen. Die Veranstaltung zieht regelmäßig auch Gäste aus dem In- und Ausland an und ist somit auch ein wichtiger Tourismus-Faktor, wie Berlins Wirtschaftssenator Stephan Schwarz erklärt. Es werden etwa 35 Standorte und Plätze mit insgesamt rund 70 Kunstwerken kreativ in Szene gesetzt. Dazu gehören unter anderem das Brandenburger Tor, der Fernsehturm, der Potsdamer Platz sowie das Nikolaiviertel und auch das Schloss Charlottenburg.

Internationale Lichtkunst in der Hauptstadt

Die Kunstinstallationen bestehen etwa aus Video-Animationen und -Projektionen, ebenfalls integriert werden Malaktionen, die sich um die Zukunftswünsche von Kindern drehen. Skulpturen sollen einen weiteren Schwerpunkt des Festivals bilden. Am Fernsehturm werden die Installationen eines internationalen Künstlers gezeigt, die zu mehr Nachhaltigkeit inspirieren sollen. In Anbetracht der momentanen politischen Situation soll am Brandenburger Tor ein Signal der Solidarität mit der Ukraine entstehen, indem dort Künstler aus dem osteuropäischen Land ihre Werke präsentieren. Es sei „wichtig, in einer Zeit großer Herausforderungen und Unsicherheiten vielen Menschen mit unserer Lichtkunst Momente des Innehaltens und der Freude zu schenken“, erläutert Birgit Zander, die Veranstalterin und Leiterin des privat ausgerichteten Festivals, die Intention hinter dem Event.

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BEAUTY / STYLE

„Modedesignerin zu sein, heißt für mich immer offen und neugierig zu sein“ – ein Interview mit Alena Bartschat

Vom 5. bis 10. September war es endlich wieder so weit: Designer:innen, Modeblogger:innen, Influencer:innen und Models versammelten sich in Berlin, um am großen
Modezirkus teilhaben zu können und die neusten Trends aufzusaugen. Darunter auch Prof. Alena
Bartschat
, Designerin und Dozentin für Modedesign im Atelier Chardon Savard in Hamburg. Als
Professorin gibt sie nun ihre zahlreichen Erfahrungen, die sie unter anderem in namhaften Couture-Häusern wie Givenchy sammeln durfte, an die Studierenden der Hochschule Macromedia
weiter. Wir sprachen nun mit Prof. Bartschat über ihre Erlebnisse auf der Berlin Fashion Week,
über die neusten Trends, ihre persönlichen Highlights und darüber, was eigentlich eine:n gute:n
Designer:in ausmacht.
Sie haben die Berliner Fashion Week besucht. Welche Shows haben sie gesehen?
Ich habe tatsächlich mehr an Konferenzen und Talks teilgenommen, als Fashion-Shows besucht. Mein
kreatives Highlight war der Besuch des Berliner Salons, eine von Christiane Arp, Vorstandsvorsitzende des Fashion Council Germany, kuratierte Ausstellung. 30 nachhaltig und qualitätsbewusst agierende Designer:innen präsentierten ihre jüngsten Arbeiten im Kulturforum, unweit des Potsdamer Platzes.
Was waren ihre Highlights der Modewoche?
Die digitale Präsentation von The Twins, ein Projekt von Prof. Tutia Schaad und Michael Sontag.
Gezeigt wurde nicht einfach eine Kollektion, sondern Arbeiten, die doppelt existieren: als getragene
und ausgestellte Mode in der analogen Welt und als virtuelle Doubles, eingebettet in animierte
Settings, inszeniert mit Sound, Musik und Surroundings als NFTs. Diese Mode kann man doppelt
besitzen: man kauft den virtuellen NFT und damit einen Anteil an seinem analogen Zwilling, den man
ausleihen, tragen und ausstellen kann.
Welche Trends lassen sich nach der Fashion Week abzeichnen?
Weiterhin besteht der Fokus der Fashion-Branche darin, einen ganzheitlichen Ansatz zur
Nachhaltigkeit umzusetzen. Das beinhaltet, sich Nachhaltigkeit auf allen Ebenen der Modeproduktion als Ziel zu setzten. Dies umfasst die Entwicklung neuer Materialien, die Zahlung von existenzsichernden Löhnen in der Textilproduktion, die Umsetzung ökologischer Standards, aber auch die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle basierend auf Themen wie etwa Recommerce, Rent oder Upcycling, die auf eine Maximierung der Lebens- und Gebrauchsdauer abzielen und damit Ressourcen sparen. Zentral bei all diesen Themen ist der Einsatz von neuen Technologien.
Im Oktober planen Sie mit ihren Studierenden eine Modeausstellung und Modenschau in der
Elbphilharmonie, erzählen Sie uns mehr darüber! Wie kam es dazu? Gibt es ein Motto?
Ja, wir werden die Arbeiten unserer Hamburger Modedesignstudierenden im Rahmen der Moon Art
Fair
im Westin Hotel der Elbphilharmonie präsentieren. Die Kuratorin des Events, Dr. Barbara Aust-Wegemund, hat uns hierzu eingeladen, nachdem sie unsere jährliche Semesterausstellung in unserer gläsernen Werkstatt in der Innenstadt (Rosenstraße 8) gesehen hatte und begeistert war. Gezeigt
werden an diesem dreitägigen Event Ende Oktober (28.-30.10.) Entwürfe, Zeichnungen und
Skizzenbücher der Studierenden, Fotografien einzelner Projekte sowie ausgewählte Outfits. Der
Höhepunkt wird eine Modenschau unsere Bachelor-Absolvent:innen am Samstag, den 29.10., sein.
Diese findet in der Lobby des Westin Hotels statt, die unmittelbar an die Plaza der Elbphilharmonie
grenzt und eine tolle Kulisse bildet für die Abschlusskollektionen unserer ersten Absolvent:innen.
Was zeichnet das Modedesign-Studium an der Macromedia aus und was ist Ihnen persönlich wichtig, während Sie ihre Student:innen ausbilden?
Wir bieten ein staatlich anerkanntes Modedesign-Studium an, welches großen Wert auf
Internationalität legt und einen starken Praxisbezug bietet. Unsere Professor:innen und Dozent:innen
kommen alle aus der Modeszene und bringen bereits ein internationales Netzwerk mit, von welchem
auch unsere Student:innen profitieren können. Des Weiteren werden im Laufe des Studiums
zahlreiche Praxisprojekte angeboten, welche einen guten Einblick in die Modebranche bieten und
erste Kontakte und den Aufbau eines Netzwerks ermöglichen.
Was ist Ihnen persönlich wichtig?
Mehr als alles andere will ich meinen Studierenden Sehen beibringen. Gutes Modedesign
basiert immer auf einer Idee. Es steht in einem Kontext. Dieser Kontext kann total divers sein:
Eine Landschaft, ein Gebäude, die Werke eines Künstlers, der Blick aus dem Fenster,
Menschen bei der Arbeit. All das sind mögliche Inspirationsquellen für Modeschöpfer. Und
dabei geht es nicht nur um die sichtbare Welt, auch gesellschaftliche Entwicklungen liefern
uns Modeschaffenden starke Impulse, beispielsweise politische Ereignisse, kulturelle Strömungen und natürlich persönliche Erlebnisse. Alles, was Emotionen hervorruft, kann uns
inspirieren. Wenn ich also sage, dass ich meinen Studierenden Sehen beibringe, dann geht es genau darum: die eigene Wahrnehmung zu schärfen und aus der unendlichen Fülle an
täglichen Eindrücken und Erlebnissen Inspirationen für den kreativen Prozess zu ziehen.
Diese Kompetenz vermitteln wir zum Beispiel im Zeichenunterricht, denn Zeichnen ist Sehen.
Was können zukünftige Studis vom Studium erwarten und wie bereitet es sie auf das Arbeitsleben als Designer:in vor?
Das Modedesign-Studium zeichnet sich durch den Praxisbezug aus und bereitet unsere Studierenden dadurch optimal auf ihr Arbeitsleben vor. Im letzten Jahr haben wir zum Beispiel zusammen mit dem Kunstgewerbemuseum Berlin im Zuge der Sonderausstellung „How to Dior“ ein großes Projekt
umgesetzt. Unsere Studierenden konnten im Vorfeld der Ausstellung einige der originalen Dior-Stücke besichtigen und erhielten spannende Eindrücke von der Modesammlung des Museums. In einer campusübergreifenden, interdisziplinären Zusammenarbeit haben sich Studierende aus den
Bachelor-Programmen Fashion Design, Fashion Management, Schauspiel und Kommunikationsdesign aus Hamburg, Berlin und München dann die Frage gestellt: How to Dior? Insgesamt sind über 100 Arbeiten von Macromedia-Studierenden Teil der Ausstellung geworden. Ein weiteres Praxisprojekt haben wir zusammen mit Habitus, einer Onlineplattform für Upcycling-Mode, umgesetzt: Unsere Studierenden waren eingeladen, eine eigene Upcycling-Kollektion zu entwickeln und diese über die Plattform von Habitus zu vertreiben.
Was braucht ein:e gute:r Modedesigner:in? Sie sagten einmal, dass Präzision und Disziplin unabdingbar sind. Was noch?
Kreativität, Vision, Neugierde, Leidenschaft – wahrscheinlich ist Leidenschaft das Wichtigste. Der Wille, seine eigenen Ideen zu verwirklichen und dabei auch oft an (äußere und innere) Grenzen zu stoßen und über sich hinauszuwachsen, erfordert viel Ausdauer und Passion und geht aber auch mit einem unglaublichen Glücksgefühl einher.
Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit in der Modeindustrie und wie sensibilisieren Sie ihre Studis für dieses Thema?
Nachhaltigkeit ist das Thema der Modebranche. Der derzeitige ökologische Footprint der Modeindustrie ist katastrophal. Die Entwicklung hin zur Fast-Fashion-Industrie belastet unsere
Umwelt unerträglich. Ich kenne die großen Textilfabriken Asiens aus eigener Anschauung. Ich weiß, wie viele der produzierten Textilien nie zu Kleidung verarbeitet werden und wie viel der produzierten Kleidung nie gekauft wird. Hier wollen wir ansetzen. Wir wollen unsere Studierenden für diese
Missstände sensibilisieren und ihnen Instrumente an die Hand geben, um das Modebusiness nachhaltiger zu gestalten. Und zwar nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern mit Lust an der
Kreativität, am Upcycling und naturnahen Textilien.
Was sind die neusten Trends und wie bewerten Sie diese? Wie wird sich die Modewelt in der Zukunft entwickeln? Kann man Trends absehen?
Gerade passiert sehr viel in Bezug auf Digital Fashion. Damit ist virtuelle Mode gemeint, die nicht physisch, sondern rein digital existiert. Hier gibt es viele Bereiche, in denen Digital Fashion zur
Anwendung kommt oder kommen kann: in der Produktentwicklung werden beispielsweise Anproben von Musterstücken an Avataren durchgeführt. Das ist ressourcensparender als die Musterstücke zu nähen und schnitttechnische Änderungen können unmittelbar vorgenommen werden. Augmented Reality bietet die Chance, Mode im digitalen Raum zu konsumieren, parallel oder unabhängig zur materiellen Mode. Auch im Game-Bereich spielt virtuelle Mode eine Rolle.
Wie sind Sie zur Mode gekommen beziehungsweise wie sind Sie Modedesignerin geworden?
Meine Geschichte ähnelt wahrscheinlich der vieler anderer Designer:innen: Ich habe im Alter von zwölf Jahren angefangen, meine eigene Kleidung auf der Nähmaschine meiner Oma zu nähen. Nach Umwegen in anderen Studienrichtungen habe ich schließlich Modedesign in Hamburg und Antwerpen studiert. Nach meinem Studium ging ich nach Paris und arbeitete bei großen Couture-Häusern. Später habe ich als Freelancerin für internationale Fashion-Brands gearbeitet und ein eigenes Label für Strickdesign geführt. Heute, als Professorin am Atelier Chardon Savard, teile ich meine Erfahrungen und mein Wissen mit meinen Studierenden, die wiederum mich inspirieren.
Modedesignerin zu sein, heißt für mich immer offen und neugierig zu sein für kulturelle, soziale, ökonomische, technologische und ästhetische Entwicklungen und Veränderungen. Denn all dies
bestimmt die Mode. Kurz: ein wunderbar vielfältiger und spannender Beruf! Ich mag ihn sehr.

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BUSINESS

Die Welt vernetzt sich: die neuesten Technik-Trends auf der IFA

Nach einer Veranstaltung in deutlich kleinerem Rahmen im Jahr 2020 und einem vollständigen Ausfall im vergangenen Jahr konnte die traditionsreiche Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin nun wieder in größerem Umfang ohne Auflagen stattfinden. Obwohl einige asiatische Hersteller aufgrund von pandemiebedingten Beschränkungen nicht anreisen und vor Ort sein konnten, präsentierten 1100 Aussteller ihre Produkte auf dem Messegelände am Funkturm. Mit mehr als 161.000 Gästen, die das Event Anfang September besuchten, kann die diesjährige Auflage als Erfolg gewertet werden.

Die Technik wird immer vernetzter

Bei den vorgestellten Innovationen zeichneten sich ein paar deutliche technische Entwicklungen ab. Dazu gehören vor allem vernetzte Geräte im Haushalt, Sprachsteuerung und Künstliche Intelligenz (KI). Die Ankündigung einer Kooperation ließ die Fachwelt aufhorchen: Meta, der Konzern hinter dem Netzwerk Facebook, beteiligt sich auch an der Produktion von Brillen zur Erschaffung einer virtuellen Realität und arbeitet dafür eng mit dem Chipkonzern Qualcomm zusammen, wie dessen Geschäftsführer Cristiano Amon auf der IFA bekannt gab. Die Technologie von Qualcomm befindet sich bereits etwa in der VR-Brille Quest 2. Zudem umfasst sie auch Modem-Chips, durch die sich Smartphones mit dem Mobilfunk-Netz verbinden können, sowie die Hauptprozessoren für viele Telefone mit dem Google-Betriebssystem Android.

Energieeffizienz und Nachhaltigkeit im Fokus

Das gesellschaftliche Bewusstsein für einen umweltschonende Nutzung von Ressourcen und Technik spiegelte sich auch in den auf der IFA präsentierten Produkten wider, zu denen unter anderem wassersparende Waschmaschinen gehörten. Diesen Aspekt betonte auch Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey, die auf der IFA zu Gast war. Die Zukunft der Ausstellung ist in manchen Punkten noch ungewiss. Für das kommende Jahr steht die Planung fest, zum 100-jährigen Jubiläum 2024 werden noch Verhandlungen geführt. Franziska Giffey erklärte, die Ausstellung solle in der Hauptstadt bleiben. Martin Ecknig, Chef der Messe Berlin, zeigte sich zuversichtlich, dass die IFA in voller Stärke zurückkommen werde.

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KUNST / KULTUR

Mit KI Kunst kreieren: Eine neue Dimension der Kreativität

Die Digitalisierung schreitet voran und die Künstliche Intelligenz (KI) nimmt in unserem Leben einen immer größeren Raum ein und entwickelt sich schnell weiter. Dies betrifft neben vielen anderen Bereichen auch das kreative menschliche Schaffen. Wie dieser Einfluss konkret aussieht, zeigt die Ausstellung „MACHINES VS. HUMAN ART“ vom 15.09. bis zum 01.10. im POP KDM, dem ehemaligen Platoon, auf dem Kurfürstendamm. Hier wird eines der aktuell meistdiskutierten Themen der Kunstwelt beleuchtet: die artificial intelligence art (AI Art).

Ende der Kreativität oder neue Chance für die Kunst?

Diese neuen Entwicklungen sind nicht unumstritten, auch unter den Künstlern und Künstlerinnen scheiden sich hieran die Geister. Die Möglichkeit, mithilfe neuronaler Netzwerke auf Knopfdruck Kunstwerke erschaffen zu können, wirkt auf manche durchaus einschüchternd und wird dementsprechend kontrovers betrachtet. Die Ausstellung gibt einen Einblick in die bereits bestehenden Möglichkeiten der Digitalkunst. Im Mittelpunkt stehen dabei 24 Kunstwerke, die teils von Plattformen wie  DALL-E, Midjourney, Disco Diffusion oder Stable Diffusion ins Leben gerufen wurden.

Die Besucher können sich ihr eigenes Bild machen

Die Gäste können sich nicht nur an der Kunst erfreuen, sondern auch selbst aktiv werden und sich auf spannende Weise mit den Werken auseinandersetzen: Welche der Ausstellungsstücke mittels KI hergestellt wurde und welche klassische Concept Art sind, wird nämlich zunächst nicht verraten. Am Eingang erhalten die Besucher eine Karte, auf der sie selbst ihre Einschätzung festhalten können, ob es sich um ein von einem Menschen kreiertes oder doch ein maschinell hergestelltes Kunstwerk handelt. Mitdenken und sich beteiligen ist also ausdrücklich erwünscht: Lässt sich der Unterschied erkennen? Zusätzliche Informationen und Orientierung liefert ein Audioguide. In einer Panel-Diskussion unter dem Motto „Blind Mirrors – das menschliche Ringen der KI in der Kunst“ am 21.09. haben die Teilnehmer und Zuhörer die Gelegenheit, noch tiefer in die Thematik einzutauchen. Hier werden unter anderem der Zukunftsforscher für KI Bernd Flessner, der Emmy-Preisträger im Bereich „Concept and KI Art“ Tobias Mannewitz sowie die Urheberrechts-Juristin im Bereich KI Anne Müller mit dabei sein und einen Einblick in die neuesten Trend und Einsatzgebiete geben. 

Ausstellung „MACHINES VS. HUMAN ART“

15.09.-01.10.

POP KUDAMM
Kurfürstendamm 229
10719 Berlin
www.popkudamm.berlin

hello@popkudamm.berlin

www.facebook.com/popkudamm

www.instagram.com/popkudamm

Ausstellung „MACHINES VS. HUMAN ART“

15.09.-01.10.

Mittwoch – Samstag, 12 – 20 Uhr

POP KUDAMM
Kurfürstendamm 229
10719 Berlin

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KUNST / KULTUR

Das Lollapalooza-Festival rockt wieder Berlin

Mit vielen Stars kehrt das beliebte Lollapalooza-Festival wieder nach Berlin zurück. Am 24 und 25. September steigt das Event im Olympiastadion und im Olympiapark. Viele Künstler wollten sich einen Auftritt dort nicht entgehen lassen: Als Headliner sind die Kölner Band AnnenMayKantereit und die Berliner Lokalmatadoren von Seeed mit dabei. Auch internationale Musiker wie Machine Gun Kelly , Paolo Nutini und Anne-Marie haben sich angekündigt. Das Publikum erwartet eine bunte und abwechslungsreiche Sound-Mischung, die von Hip-Hop, etwa mit den Fantastischen Vier und Casper, über Pop bis zu Rock reichen.

 

Ein Erlebnis für Groß und Klein

Dank des breit aufgestellten Line-ups des Festivals, das für jeden Musikgeschmack etwas zu bieten hat, ist es auch nicht überraschend, dass das Lollapalooza regelmäßig tausende Besucher anzieht. Das Konzertereignis ist bereits in vielen Ländern erfolgreich, 2015 fand es zum ersten Mal in der deutschen Hauptstadt, auf dem Tempelhofer Feld, statt. Nach Stationen im Treptower Park und auf der Rennbahn Hoppegarten bildet nun das Olympiastadion die Kulisse für das Konzert. Es bietet außerdem den Rahmen für weitere Veranstaltungen wie das „Fashionpalooza“. Für die jüngsten Musikfans ist beim „Kidzapalooza“ für beste Unterhaltung gesorgt. Weitere Informationen zum Programm und den Acts findet ihr auf www.lollapaloozade.com.

 

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BUSINESS

Das höchste Glück der Erde für Pferdefreunde

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Das höchste Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde, heißt es in einem Sprichwort. Um diese Vorstellung für Tier und Reiter wahr werden zu lassen, bietet das Unternehmen „Nafilia“ das passende Zubehör an. Im Mittelpunkt steht dabei der respektvolle Umgang mit den Pferden und der Umwelt. Im Sortiment finden sich hochwertige, nachhaltig produzierte Halfter, Zaumzeuge und Reitstiefel. Sowohl bei der Fertigung als auch bei den verwendeten Materialien hebt sich „Nafilia“ von anderem Reitequipment auf dem Markt ab.

Tierfreundliche und innovative Produktion

Für die Herstellung der Waren werden nachwachsende Rohstoffe und recycelte Materialien verwendet. Dabei handelt es sich etwa um Hanf, Ananasblattfasern, sowie aus einem Kaktus oder Traubenresten aus der Weinherstellung gewonnene Stoffe. So will „Nafilia“ an seiner Mission arbeiten, die Vorstellung einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Welt umzusetzen. Ein wichtiger Aspekt dabei ist auch der vegane Fertigungsprozess ohne Tierversuche. Gemäß dem ethischen Anspruch des Unternehmens an seine eigene Geschäftspraxis bestimmt der Maßstab der Nachhaltigkeit den gesamten Prozess:  von der Produktion über die Anwendung bis hin zum Vertrieb. Ein Beispiel für diese nachhaltige Produktionskette ist die Kooperation mit dem mexikanischen Startup Desserto: Durch das Auftragen von Fasern des Nopalkaktus auf Baumwolle entsteht vegetatives Leder, das im Unterschied zu etwa Kunstleder atmungsaktiv ist. Daraus werden dann unter anderem Reitstiefel und Halfter hergestellt.  

Für eine lebenswerte Zukunft für Mensch und Tier

Mithilfe der innovativen Herstellungsverfahren möchte „Nafilia“ einen umweltbewussten Designprozess schaffen, bei der die Art und Weise der Produktion genauso im Fokus steht wie das Ergebnis. Die so entstandenen Produkte sind das Resultat einer intensiven Suche nach nachhaltigen Alternativen zu bereits vorhandenen Waren. Besonders großer Wert wird auch auf das Vermeiden von Tierleid gelegt. Auf diese Weise sollen alte Handwerkstraditionen mit einem ökologischen Ansatz kombiniert werden. Mit diesem einzigartigen Konzept will „Nafilia“ Lösungen für die Herausforderungen unserer modernen Gesellschaft entwickeln und seinen Teil zu einer positiven Veränderung beitragen.

Titelfoto: Gina Wetzler

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KUNST / KULTUR

Illutrationen von Brian Stauffer in der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Mit Bildern den Mächtigen die Wahrheit sagen

Noch bis zum 26. August präsentiert die Rosa Luxemburg Stiftung in Berlin eine Werkschau des in Arizona geborenen amerikanischen Künstlers und Illustrators Brian Stauffer. Seit Mitte der 1990er-Jahre ist Stauffer für seine intelligenten und oftmals satirischen Titelbilder bekannt, die von Zeitschriften wie Rolling Stone, Time Magazine, The Nation, Village Voice, The New Yorker und in Deutschland auch vom Spiegel (zuletzt in der Ausgabe vom 11. März 2022, Titelseite) und der Zeit gedruckt wurden.

Jüngst hat er sich insbesondere mit dem Krieg in der Ukraine beschäftigt. Um die Welt ging auch seine Illustration des damaligen US-Präsidenten Donald Trump mit weit aufgerissenem Mund, der eine medizinische Maske über die Augen gespannt trägt. Damit nimmt Stauffer Bezug auf den fragwürdigen Umgang der Trump-Administration mit der Corona-Pandemie, die immer wieder fälschlich behauptete, das Virus sei unter Kontrolle und werde von selbst verschwinden. Zur Macht seiner Kunst sagt Stauffer: „Ich liebe das Potenzial von Bildern, den Mächtigen die Wahrheit zu sagen. Es ist sehr befriedigend, korrupte und unmenschliche Handlungen oder Maßnahmen in der Politik in einem Bild offenzulegen. Mich reizt es, Machtmissbrauch, Rassismus und Intoleranz zu ergründen.“ Stauffers Arbeiten behandeln häufig brisante soziale und gesellschaftliche Themen. Stauffers Bilder sind Teil der ständigen Sammlungen von The Wolfsonian, Museum of the Society of Illustrators in New York, The American Institute of Graphics Artists, Newseum of Washington D.C. und The Art Directors Club of New York.
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung zeigt Stauffers Arbeiten erstmals in Deutschland. Die Ausstellung präsentiert 48 Exponate im Gebäude der Rosa Luxemburg Stiftung in Berlin, Straße der Pariser Kommune 8A. Zu sehen ist sie dort bis zum 26. August während der regulären Öffnungszeiten der Stiftung, der Eintritt ist frei.

Titelbild: Brian Stauffer (re.) mit Dr. Axel Gehring, Institut für Gesellschaftsanalyse an der Rosa Luxemburg Stiftung, Referent für Außen-, Friedens- und Sicherheitspolitik.Foto: Cetin Yaman

Fotos und Text: Cetin Yaman

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BUSINESS

Regional Hero unterstützt lokale Helden

Regional Hero unterstützt lokale Helden:innen

Schwere Zeiten liegen hinter den Einzelhändlern und niemand weiß, was die Zukunft bringt. Corona hat ganze Branchen durcheinandergewirbelt und die Umsätze der meisten Shops gingen in den Keller. Während jeder die Wehklagen der großen Player in diesem Bereich mitbekommt, werden die kleinen regionalen Shops oft vergessen. Diese müssen oftmals mit einem minimalen Budget haushalten und dennoch ihren Verpflichtungen nachkommen. Unzählige charmante Läden sind in Berlin zu finden, aber in vielen Fällen haben bisher weder Einheimische noch Touristen von deren Existenz Kenntnis erlangt. Durch die Pandemie hat sich die Lage noch einmal verschärft und es ist schade, dass diese mit großer Leidenschaft geführten Läden immer mehr in Vergessenheit geraten. Dieser Entwicklung muss ein Ende gesetzt werden und dabei kommt Regional Hero ins Spiel. 

Wie funktioniert Regional Hero?

Wer den regionalen Handel unterstützen möchte, der kann mittels der Regional Hero App oder der City-Card Berlin aktiv werden. Einfach Guthaben aufladen und völlig unkompliziert in den regionalen Geschäften shoppen. Regional Hero soll dafür sorgen, dass die Vielfalt in den Städten gewahrt bleibt. So haben auch kleinere Läden die Chance, gut durch die Pandemie zu kommen und im besten Falle sogar neue Stammkunden zu gewinnen. Die Qualität der regionalen Produkte liegt nämlich weit über der, die im Massenmarkt angeboten wird. Damit wird der einfache Einkauf zur Reise durch die Stadt und Shopping wieder zum Erlebnis. Die Käufer:innen dringen in völlig neue Dimensionen des Shoppings vor und entdecken Berlin auf eine ganz andere Weise.

Wie die Idee entstand

Hinter der Regional Hero GmbH stecken die Gründer Pascal Schreiber und Gregor Arndt. Diese haben es sich zur Aufgabe gemacht, der Homogenität in den Innenstädten entgegenzuwirken. Die Einzigartigkeit der Regionen soll durch ihre Idee gewahrt werden. Das Unternehmen ist aus der Non-Profit-Plattform Helfen.Berlin hervorgegangen, die während des Corona-Lockdowns Gutscheine für Cafès, Restaurants und kleinere Geschäfte verkaufte. Regional Hero gewann bereits in der Sonderkategorie den Innovationspreis Berlin Brandenburg 2020 und den Berliner Unternehmenspreis 2021. Zudem erreichten sie beim deutschlandweiten  Innovationswettbewerb der Sparkassen von über 70 Teilnehmenden den zweiten Platz. Die Idee kommt also an und eine Umfrage des Berliner Instituts für Innovationsforschung zum Thema „Regionaler Konsum“ vom November/Dezember 2021 unterstreicht die Entwicklung. Dabei gaben über 70 Prozent der deutschen Konsument:innen an, dass sie in einer „idealen Welt“ häufiger in regionalen Läden einkaufen wollen und sich ein diverseres Stadtbild wünschen würden. Regional Hero packt an und jeder kann mit dem Kauf von Gutscheinen für die regionalen Geschäfte seinen Teil dazu beitragen, die Vielfalt der Innenstädte zu bewahren.