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KUNST / KULTUR

Mit KI Kunst kreieren: Eine neue Dimension der Kreativität

Die Digitalisierung schreitet voran und die Künstliche Intelligenz (KI) nimmt in unserem Leben einen immer größeren Raum ein und entwickelt sich schnell weiter. Dies betrifft neben vielen anderen Bereichen auch das kreative menschliche Schaffen. Wie dieser Einfluss konkret aussieht, zeigt die Ausstellung „MACHINES VS. HUMAN ART“ vom 15.09. bis zum 01.10. im POP KDM, dem ehemaligen Platoon, auf dem Kurfürstendamm. Hier wird eines der aktuell meistdiskutierten Themen der Kunstwelt beleuchtet: die artificial intelligence art (AI Art).

Ende der Kreativität oder neue Chance für die Kunst?

Diese neuen Entwicklungen sind nicht unumstritten, auch unter den Künstlern und Künstlerinnen scheiden sich hieran die Geister. Die Möglichkeit, mithilfe neuronaler Netzwerke auf Knopfdruck Kunstwerke erschaffen zu können, wirkt auf manche durchaus einschüchternd und wird dementsprechend kontrovers betrachtet. Die Ausstellung gibt einen Einblick in die bereits bestehenden Möglichkeiten der Digitalkunst. Im Mittelpunkt stehen dabei 24 Kunstwerke, die teils von Plattformen wie  DALL-E, Midjourney, Disco Diffusion oder Stable Diffusion ins Leben gerufen wurden.

Die Besucher können sich ihr eigenes Bild machen

Die Gäste können sich nicht nur an der Kunst erfreuen, sondern auch selbst aktiv werden und sich auf spannende Weise mit den Werken auseinandersetzen: Welche der Ausstellungsstücke mittels KI hergestellt wurde und welche klassische Concept Art sind, wird nämlich zunächst nicht verraten. Am Eingang erhalten die Besucher eine Karte, auf der sie selbst ihre Einschätzung festhalten können, ob es sich um ein von einem Menschen kreiertes oder doch ein maschinell hergestelltes Kunstwerk handelt. Mitdenken und sich beteiligen ist also ausdrücklich erwünscht: Lässt sich der Unterschied erkennen? Zusätzliche Informationen und Orientierung liefert ein Audioguide. In einer Panel-Diskussion unter dem Motto „Blind Mirrors – das menschliche Ringen der KI in der Kunst“ am 21.09. haben die Teilnehmer und Zuhörer die Gelegenheit, noch tiefer in die Thematik einzutauchen. Hier werden unter anderem der Zukunftsforscher für KI Bernd Flessner, der Emmy-Preisträger im Bereich „Concept and KI Art“ Tobias Mannewitz sowie die Urheberrechts-Juristin im Bereich KI Anne Müller mit dabei sein und einen Einblick in die neuesten Trend und Einsatzgebiete geben. 

Ausstellung „MACHINES VS. HUMAN ART“

15.09.-01.10.

POP KUDAMM
Kurfürstendamm 229
10719 Berlin
www.popkudamm.berlin

hello@popkudamm.berlin

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Ausstellung „MACHINES VS. HUMAN ART“

15.09.-01.10.

Mittwoch – Samstag, 12 – 20 Uhr

POP KUDAMM
Kurfürstendamm 229
10719 Berlin

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Das Lollapalooza-Festival rockt wieder Berlin

Mit vielen Stars kehrt das beliebte Lollapalooza-Festival wieder nach Berlin zurück. Am 24 und 25. September steigt das Event im Olympiastadion und im Olympiapark. Viele Künstler wollten sich einen Auftritt dort nicht entgehen lassen: Als Headliner sind die Kölner Band AnnenMayKantereit und die Berliner Lokalmatadoren von Seeed mit dabei. Auch internationale Musiker wie Machine Gun Kelly , Paolo Nutini und Anne-Marie haben sich angekündigt. Das Publikum erwartet eine bunte und abwechslungsreiche Sound-Mischung, die von Hip-Hop, etwa mit den Fantastischen Vier und Casper, über Pop bis zu Rock reichen.

 

Ein Erlebnis für Groß und Klein

Dank des breit aufgestellten Line-ups des Festivals, das für jeden Musikgeschmack etwas zu bieten hat, ist es auch nicht überraschend, dass das Lollapalooza regelmäßig tausende Besucher anzieht. Das Konzertereignis ist bereits in vielen Ländern erfolgreich, 2015 fand es zum ersten Mal in der deutschen Hauptstadt, auf dem Tempelhofer Feld, statt. Nach Stationen im Treptower Park und auf der Rennbahn Hoppegarten bildet nun das Olympiastadion die Kulisse für das Konzert. Es bietet außerdem den Rahmen für weitere Veranstaltungen wie das „Fashionpalooza“. Für die jüngsten Musikfans ist beim „Kidzapalooza“ für beste Unterhaltung gesorgt. Weitere Informationen zum Programm und den Acts findet ihr auf www.lollapaloozade.com.

 

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Illutrationen von Brian Stauffer in der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Mit Bildern den Mächtigen die Wahrheit sagen

Noch bis zum 26. August präsentiert die Rosa Luxemburg Stiftung in Berlin eine Werkschau des in Arizona geborenen amerikanischen Künstlers und Illustrators Brian Stauffer. Seit Mitte der 1990er-Jahre ist Stauffer für seine intelligenten und oftmals satirischen Titelbilder bekannt, die von Zeitschriften wie Rolling Stone, Time Magazine, The Nation, Village Voice, The New Yorker und in Deutschland auch vom Spiegel (zuletzt in der Ausgabe vom 11. März 2022, Titelseite) und der Zeit gedruckt wurden.

Jüngst hat er sich insbesondere mit dem Krieg in der Ukraine beschäftigt. Um die Welt ging auch seine Illustration des damaligen US-Präsidenten Donald Trump mit weit aufgerissenem Mund, der eine medizinische Maske über die Augen gespannt trägt. Damit nimmt Stauffer Bezug auf den fragwürdigen Umgang der Trump-Administration mit der Corona-Pandemie, die immer wieder fälschlich behauptete, das Virus sei unter Kontrolle und werde von selbst verschwinden. Zur Macht seiner Kunst sagt Stauffer: „Ich liebe das Potenzial von Bildern, den Mächtigen die Wahrheit zu sagen. Es ist sehr befriedigend, korrupte und unmenschliche Handlungen oder Maßnahmen in der Politik in einem Bild offenzulegen. Mich reizt es, Machtmissbrauch, Rassismus und Intoleranz zu ergründen.“ Stauffers Arbeiten behandeln häufig brisante soziale und gesellschaftliche Themen. Stauffers Bilder sind Teil der ständigen Sammlungen von The Wolfsonian, Museum of the Society of Illustrators in New York, The American Institute of Graphics Artists, Newseum of Washington D.C. und The Art Directors Club of New York.
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung zeigt Stauffers Arbeiten erstmals in Deutschland. Die Ausstellung präsentiert 48 Exponate im Gebäude der Rosa Luxemburg Stiftung in Berlin, Straße der Pariser Kommune 8A. Zu sehen ist sie dort bis zum 26. August während der regulären Öffnungszeiten der Stiftung, der Eintritt ist frei.

Titelbild: Brian Stauffer (re.) mit Dr. Axel Gehring, Institut für Gesellschaftsanalyse an der Rosa Luxemburg Stiftung, Referent für Außen-, Friedens- und Sicherheitspolitik.Foto: Cetin Yaman

Fotos und Text: Cetin Yaman